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Einleitung und Vorstellung

Hallo,  mein Name ist Andreas und ich bin seit 2001 Diabetiker Typ 2. Hauptursache dafür ist mein Gewicht, das zu Spitzenzeiten bis an die...

Freitag, 10. März 2017

Ernährung - Beispiele

Hallo,

heute möchte ich Euch mal ein paar Beispiele aufzeigen wie mein typischer Tag hinsichtlich der Ernährung aussieht wenn ich Sport mache und wenn ich keinen Sport mache.

Dazu habe ich mal ein Paar Screenshots von meiner Ernährungs-Tagebuch-App gemacht die ich euch hier zeigen will.

Im Bereich Ernährung hatte ich ja bereits geschrieben, das ich die FDDB Datenbank und App nutze um mein Ernährungstagebuch zu führen. Das Ernährungstagebuch ist mein zentrales Werkzeug um meine Ernährung zu dokumentieren und dafür zu sorgen das ich nicht zu sehr von meinem Ziel abweiche.

Zur Erinnerung, ich habe mir ein Ziel von Täglich 2.200 kcal bzw. 22 Broteinheiten gesetzt die ich zu mir nehmen will.


Beispiel Tag ohne Sport:


An einem Tag an dem ich keinen Sport mache, kann ich mir auch keine zusätzlichen Kalorien "verdienen" und muss zusehen das ich mit meinen 2.200 kcal über den Tag komme. Wobei man da auch nicht päpstlicher sein muss als der Papst selbst. 
Denn mein täglicher Kalorienverbrauch liegt bei meinem derzeitigen Gewicht und Bewegungsstand immer noch bei gut und gerne 3.200 kcal. Das heißt, das ich an einem Tag ohne Sport und unter der Voraussetzung das ich mich an die Vorgabe von 2.200 kcal halte, immer noch ca. 1.000 kcal weniger zu mir nehme als mein Körper verbraucht.
Übersicht Tag ohne Sport

Rechts seht ihr wie sich meine Kalorien Aufnahme über den Tag verteilt.

Morgens 358 kcal zum Frühstück
Mittags 428 kcal zum Mittagessen 
Abends 959 kcal zum Abendessen

An diesem Tag habe ich insgesamt also sogar nur 1745 kcal zu mir genommen. Also 455 kcal weniger als ich gedurft hätte. Diese kann man entweder nutzen um sich noch eine kleine Leckerei zu genehmigen, oder man belässt es dabei und lässt sie dem Abnehmerfolg zugute kommen.

Wie ich mit so eine Situation umgehe hängt von meinem Tagesgefühl ab. ;-)


Detailansicht meines Frühstücks




Hier links seht ihr im Detail was ich mir zum Frühstück rein gezogen habe.

An diesem Tag gab es nur Müsli mit Naturjogurt. Die Portion ist für mich gerade ausreichend um bis zum Mittag keinen Hunger zu bekommen. 60 Gramm Müsli vermischt mit 250 Gramm Natur Jogurt macht gut satt und dank der vielen Ballaststoffe hält das auch ein paar Stunden an.

Ich kann dieses Müsli von Kellog´s im übrigen empfehlen. Es enthält unter anderem Chia Samen die gut für die Sättigung sind. Natürlich kann man auch andere Müsli Sorten nehmen. Aber achtet bitte darauf das nicht zufiel Zucker drin ist. Wenn Ihr Früchte Müsli mögt, dann ist in den Trockenfrüchten in der Regel mehr als genug Zucker. Da muss dann nicht noch mehr dazu gegeben werden.
Schaut Euch im Laden die Packung an und vergleicht mal die Inhaltsstoffe. Ihr werdet Augen machen, was es da an Unterschieden gibt. Und teuer ist nicht gleich gut.  ...Augen Auf beim Müslikauf!!! :-)


Detailansicht des Mittagessens
So, Mittags habe ich mir einen Salat in der Firma gemacht.

Einfach die einzelnen Komponenten zusammengekippt. Was in der Liste nicht zu sehen ist ist noch der Thunfisch, davon waren auch noch 60 Gramm im Salat. 
Das alles zusammen ergab eine richtig große Schüssel Salat die ebenfalls satt gemacht hat. 
Das schöne an so einer Mahlzeit ist das sie einen nicht müde und träge macht.
Wenn ich Mittags viel Fleisch und Kohlenhydrate esse werde ich danach in der Regel schläfrig.

Der Nachteil ist das dieses Futter nicht so lange satt macht. Ich bekomme nach so einer Mahlzeit meist nach 3-4 Stunden wieder Hunger. 
Der Hunger kann dann auch Heftig werden. 
Aber man kann ja in so einem Fall mal zu einem Apfel greifen.

An diesem Tag habe ich es einfach bis zum Abendessen durchgehalten und etwas mehr getrunken.

Apropos trinken, Wenn man Getränke mit Kalorien zu sich nimmt sollte man die auch im Tagebuch vermerken, denn in Getränken steckt teilweise ziemlich viel Zucker. 
Da ich mich aber von Wasser und Light Getränken sowie Kaffee ohne Zucker ernähre, trage ich das auch nicht in das Tagebuch ein.


Detailansicht Abendessen
So, dann kommen wir zum Abendessen. 
Es gab hier einen Beutel Grünkohl-Pfanne vom Aldi, weil ich keine Lust auf langes Kochen hatte. 
Ein Beutel hat 600 Gramm Inhalt und wie ihr seht nur knapp 700 kcal. Das ist ganz gut und die Portion ist durchaus ausreichend für nen Kerl wie mich.

OK, ich habe dann noch ein paar Chips genascht. 

Aber Leute, was erwartet Ihr? Ich will auf nichts verzichten und das bedeutet dann eben auch Chips und Schokolade. Aber eben nicht ne ganz Tüte Chips und auch nicht ne ganze Tafel.
Man kann die Chips auch über mehrere Tage verteilt futtern.

Ich habe mich daran gewöhnt nicht die ganze Tüte am Stück wegzuhauen. 

Kein Problem mehr für mich. :-)

Und hallo, schließlich habe ich an diesem Tag meine Kalos nicht mal annähernd ausgeschöpft. Was sollen mir da die paar Chips anhaben können?


Beispiel Tag MIT Sport:


Tja, im Prinzip kann ich mit an einem Sporttag ja Kalorien verdienen die ich dann auch gleich wieder in leckere Sachen umtauschen kann. Manchmal mache ich das auch, aber da ich ja immer noch gute 25 Kilo los werden will, ist es natürlich ratsam die abtrainierten Kalos auch wirklich zum Abnehmen zu verwenden.

Hier kommt nun mal ein Tag mit Sport. Das war gestern und ich bin nach der Arbeit noch mal knapp 6 Kilometer gelaufen. Das Wetter war endlich mal wieder schön und das musste ich einfach nutzen. :-)

Übersicht Tag mit Sport

Rechts die Tagesübersicht. 

Morgens habe ich zum Frühstück 373 kcal 
Mittags waren es 608 kcal
Abends waren es 20 kcal 

...Moment mal 20????

Nee, stimmt so nicht, denn zu mir genommen habe ich 969 kcal, da ich aber abends auch 949 kcal durch meine Sporteinheit "verdient" habe, zieht die App diesen Wert ab und es wird in der Übersicht nur die Differenz angezeigt.

Weiter unten seht ihr gleich die Detailansicht vom Abend, dann wird das klarer.

Detailansicht Morgens




Links nun die Detailansicht vom Frühstück. 

Ich hatte gestern kein Müsli, sondern zwei Vollkorn Toast Brötchen á 56 Gramm und darauf Schweinebraten Aufschnitt. 
Anstatt Butter oder Margarine, habe ich ein bisschen Frischkäse mit Schnittlauch als "Haftvermittler" eingesetzt. 
Kommt alles zusammen auf gerade mal 373 kcal und hält bis Mittags ausreichend satt.

Detailansicht Mittags
Mittags habe ich die Reste meiner Salat Zutaten vom Dienstag verbraucht und noch ein bisschen was dazu gekauft.

Dabei raus gekommen sind 608 kcal am Mittag. Einfach wieder die Zutaten zusammen gekippt und wieder einen Riesenberg Salat gehabt. Diesmal mit Hähnchenbrustfilets anstatt Krabben. 

Die Zutaten habe ich übrigens alle von Aldi. Die Hähnchenbrustfilets gibt es fertig gebraten in der Kühltheke. Die sind nicht so toll wie selbst gebraten, aber dennoch OK für Mittags.

In der Firma habe ich ja nicht viele Möglichkeiten was zuzubereiten.

Hat gut bis zum Abend gehalten, das Hasenfutter. ;-) 

Detailansicht Abends
Gestern Abend hatte ich dann nach dem Sport keine Lust mehr was zu kochen und so habe ich mir einfach ein paar Aufback-Brötchen in den Ofen geschoben. 
Ich hatte ordentlich Hunger und deshalb waren es drei Stück á 70 Gramm.

Als Belag gab es Hinter-Kochschinken, Gouda und noch etwas Braten Aufschnitt. Den Frischkäse habe ich wieder anstatt Butter oder Margarine verwendet. 

Als Nachtisch noch 2 Kinder Riegel gegen den Schoko-Hieper. :-)

Ergebnis waren dann 969 kcal. Meine Sporteinheit am Abend findet Ihr aber auch in der Liste mit negativen Kalorien.

Die werden auch zu meinem Tages Kalorienziel hinzugerechnet. 

Ich hätte gestern also theoretisch 3145 kcal verfuttern können und trotzdem abnehmen. 
Tatsächlich habe ich aber nur 1950 kcal gegessen.

Also konnte ich gestern viele Kalorien zum Abnehmen nutzen. :-)

Meine Sportuhr mit Aktivitäts-Tracker weist für gestern einen tatsächlichen Kalorienverbrauch von 4.655 kcal(!!!) aus. Bei 15.965 Schritten, bzw. 11,6 km habe ich gestern mein tägliches Aktivitätsziel zu 272% erfüllt.

Abzüglich 1950 Kalorien die ich gegessen habe bleiben also 2705 kcal die mich leichter machen werden. :-)

Links mal ein ScreenShot der Strava App, mit der ich meine Lauf- und Bike-Routen seit neuestem tracke. Finde ich ganz gut, aber 8 Euro im Monat für die Premium Version mit mehr Auswertungsmöglichkeiten finde ich viel zu teuer.

Deshalb nutze ich auch weiter die Polar Flow App, die zu meine Polar M400 Sportuhr gehört.

Die ist kostenlos, bietet auch viele interessante Auswertungsmöglichkeiten.



Hier mal ein ScreenShot von der Polar Flow App.

Ich habe hier jetzt nur mal die Kurz Zusammenfassung gepostet. Sowohl die App, als auch das Online Portal am PC bieten noch viel mehr Möglichkeiten und Daten.

Heute ist das Wetter wieder schön. Mal gucken ob ich heute wieder ne Rund laufe, oder ob ich mich auf Mountainbike setze. :-) 




Montag, 6. März 2017

Neuigkeiten im März

Hallo, da bin ich mal wieder.

Die ersten knapp 100 Kilometer habe ich mit meinem neuen Mountainbike schon hinter mir und bin mittlerweile ziemlich zufrieden. Am Anfang gab es ein paar Kinderkrankheiten zu beseitigen, aber nun geht alles. Mein Lauftraining geht jetzt auch wieder los, da die heftigen Stürme der letzten Zeit jetzt wohl vorbei sind und ich mich wieder in den Wald trauen kann.

Es wird auch langsam Zeit das ich wieder mehr Sport machen kann, da ich von Anfang Dezember bis einschließlich Februar kein Gramm abgenommen habe. Aber ich habe auch nicht zugenommen! :-)

Das macht die Sache zwar nicht besser, aber mit so einem Plateau muss man sich in der Winterzeit wohl abfinden wenn die Trainingsmöglichkeiten und die Motivation begrenzt sind. Für die Psyche ist es trotzdem Gift. Aber ich habe noch den Drive und werde wieder kräftig angasen in der nächsten Zeit.

Wie ich bereits früher schrieb, wollte ich Euch ja auch ein paar meiner Rezepte hier Veröffentlichen. Damit habe ich jetzt angefangen. Auf der Seite LEICHTE REZEPTE habe ich mal mit meinem Kartoffelsalat begonnen. Weitere Rezepte werden mit der Zeit folgen.

Hm, wo ich das jetzt schreibe bekomme ich Lust auf Kartoffelsalat. Ich glaub ich muss weg,... einkaufen... :-)

Mittwoch, 22. Februar 2017

Und da isses...

Das neue SCOTT Genius 720 Plus Modell 2017 ist angekommen.
Leider konnte ich aus Wetter und Zeitgründen bis jetzt nur eine Kurze Testfahrt auf Asphalt machen (ca. 8km), aber das nächste Wochenende kommt bestimmt und dann will ich sehen wie sich das Baby zumindest mal im Wald macht. :-)





Sonntag, 19. Februar 2017

Neue Sport Motivation in Sicht

Breaking News - Top Information


Gestern habe ich einen ersten Blick auf meinen Sport-Motivations-Verstärker werfen dürfen. :-)

Ich habe mir nämlich ein neues Mountain Bike bestellt.

Gestern konnte ich es zum ersten mal beim Händler sehen und probesitzen. :-)
 

Scott Genius 720 Plus - Modell 2017

27,5 Zoll mit Plus Bereifung- XL Rahmen
Mein altes ist mittlerweile 30 Jahre alt und im letzen Jahr bin ich damit noch gut 900 Kilometer gefahren. Aber bei diesen ganzen Kilometern habe ich einerseits Lust bekommen wieder mehr im Gelände zu fahren, musste gleichzeitig aber auch einsehen das mein Bike technisch nicht mehr auf einem aktuellen Stand ist.
Ständige Reparaturen führten dann zu der Entscheidung etwas richtig gutes neues zu kaufen. Zwar war es nicht einfach das richtige Bike für mich zu finden und die Preise die für gute MTBs aufgerufen werden haben mich auch echt geschockt, aber es ist halt auch eine Investition in mein neues leichteres Leben.

Ernährung - Besonderheiten für Diabetiker

Abgesehen von dem was und wie viel man ißt, ist es auch wichtig wann man ißt. Speziell für mich als Diabetiker ist das wichtig. 

Für Diabetiker ist an dieser Stelle wichtig zu wissen welches Insulin sie verwenden und wie die wirkzeiten des verwendeten Insulins ist.

Je nachdem wie schnell und lange ein Insulin wirkt sollten auch die Ess-/Spritz-Abstände gewählt werden.

Ich verwende zu den Malzeiten z.B. Liprolog. Dieses Insulin hat seine höchste Wirkung nach ca. 2 Stunden und eine gesamte Wirkdauer von etwas 3-4 Stunden.

Was heisst das? 

Das Bedeutet, das zwischen den Mahlzeiten auch mindestens 3-4 Stunden liegen sollten.

Ein Beispiel: Wenn ich Morgens um 10 Uhr Frühstücke und Spritze dann hat das gespritzte Insulin gegen 12 Uhr die höchste Wirkung, wirkt aber noch weitere 1-2 Stunden.

Wenn ich nun aber bereits um 12 Uhr erneut meinen Blutzucker messe ist der Wert möglicherweise nicht realistisch, da die Wirkung des Frühstücks-Insulins noch voll anliegt.
Sprich, wenn ich auf Basis dieser Messung erneut zum Essen Spritze addiert sich möglicherweise die Wirkung des Frühstücks- und der Mittags-Insulins. 
Das kann schlimmstenfalls zu einer Unterzuckerung führen die man als Diabetiker dringend vermeiden sollte.

Deshalb liebe Diabetiker, sprecht mit Eurem Diabetologen und lasst Euch genau erklären wie und wie lange Euer Insulin wirkt und richtet Eure Mahlzeiten danach aus.

Noch besser wäre es wenn Ihr eine Kur macht und dort in den entsprechenden Seminaren gut aufpasst.

Aus dieser Schematik hat sich z.B. bei mir auch herausgestellt das ich vor meiner Kur den riesen Fehler gemacht habe nicht zu Frühstücken. Ich habe nur Sonntags mal gefrühstückt und das war ein riesen Fehler. 

Ich will das Thema hier nicht unnötig ausbreiten. Hier kann ich auch nur auf ein Gespräch mit Eurem Diabetologen oder eine Kur Verweisen. 
Die Krankheitsverläufe bei Diabetes unterscheiden sich trotz vieler Gemeinsamkeiten sehr deutlich. Deshalb ist hier die Individuelle Beratung durch einen Arzt oder Ernährungsberater angesagt. Da ich kein Arzt bin sollte ich mich daher zurück halten.

Dehalb noch mal. Ich schildere hier meinen Weg und der muss nicht Euer Weg sein.

Freitag, 17. Februar 2017

Ernährung

Zur Ernährung gibt es viel zu sagen. Ein paar Basics zu meiner Ernährung findet Ihr auch auf der Seite "Die Ernährung..." hier im Blog.

Zu Beginn meiner Umstellung bin ich quasi mit meiner FDDB App durch den Supermarkt gelaufen und habe alle möglichen Produkte gescannt um zu erfahren was drin ist und wie viel ich davon essen kann.
Zwar stehen die meisten Angaben auch auf der Packung, aber oft leider so klein, das man es selbst mit Brille kaum entziffern kann.

Also bin ich in der Mittagspause in den Supermarkt und habe mir bewusst Dinge gekauft die wenig Kalorien/Kohlenhydrate haben. Praktischerweise hat unser EDEKA Markt auch eine gut sortierte Salattheke bei der man sich seinen Salat frei zusammen stellen kann. So konnte ich damit schon einiges Anfangen. Ein kalorienarmes Salatdressing habe ich mir in der Regel zuhause schon auf Basis von Joghurt und Buttermilch zusammengerührt und in kleinen Flaschen mit zur Arbeit gebracht. So brauchte ich nicht das fertige Zeug zu kaufen. Dann noch ein Brötchen dazu und schon hatte man eine schöne Mahlzeit.

Was speziell im Sommer auch immer ging waren frische Früchte wie z.b. Erdbeeren mit Jogurt oder Quark. Hat wenig Fett und Zucker wenn man sich sowas anmacht. Ich habe statt Zucker halt Süßstoff verwendet. Da findet sich immer was. 

Wenn ich mir Brötchen gemacht habe, dann möglichst mit Vollkorn Brötchen und nicht die Salami oder Fleischwurst drauf, sondern mageren Bratenaufschnitt oder Lachsschinken. Und statt Butter oder Margarine habe ich oft Frischkäse genommen.

Das funktioniert Wunderbar.

Auch aufs Grillen muss man nicht verzichten. Statt Würstchen oder Burger kommen halt Hähnchenspieße oder Steaks vom Rind auf den Grill. Statt den Kartoffelsalat mit Mayo anzumachen verwende ich zu 95% Joghurt und nur noch einen Esslöffel Mayo für den Geschmack.
Und was das Bierchen angeht, kann es helfen Light Bier oder Alkoholfreies Weizen zu nehmen. 

OK, OK, alkoholfreies Bier ist rausgeschmissenes Geld, aber man braucht den Alkohol ja nicht immer. Probiert es selber mal aus. Wenn Ihr mal vergleicht wie viele Kalorien ein normales Weizen hat und wie viel es beim Alkoholfreien sind, dann fangt Ihr auch an nachzudenken.

Es bringt auch viel, einfach mal bei den bekannten Rezepten rum zu probieren ob man die nicht auch mit Zuckerersatzstoffen oder weniger fettigen Zutaten genau so gut zubereiten kann. 
Ich gebe zu, das da nicht alles sofort klappt, aber ich habe so schon viele Rezepte angepasst die mit weniger Zucker und Fett genau so gut schmecken wie vorher.

Erste Schritte im "Real Life"

Nachdem ich nun von der Kur zurück im realen Leben angekommen war, musste das erlernte in die Praxis umgesetzt werden und ich musste einen Weg finden die Zeit und Möglichkeit zu finden auch weiterhin und regelmäßigen Sport zu machen.

Mein Ziel war es mindestens 3 mal pro Woche Sport zu machen und bei der Ernährung weiter auf dem, während der Kur verordneten, Level von max. 2200 kcal, bzw. max. 22 Broteinheiten zu bleiben.

Ich stellte mir das kompliziert vor, da ich in einer kleinen Firma ohne Kantine arbeite und die einzige Möglichkeit zur Ernährung in der Mittagszeit ein ALDI und ein EDEKA Supermarkt sind. Die Möglichkeiten der Zubereitung sind mit einem Wasserkocher und eine Mikrowelle auch recht beschränkt.

Aber zunächst musste ein Plan her wie ich das alles in die Realität rette.
Da kam es mir zugute, das ich bis zur Kur noch keinen Urlaub genommen hatte und mir somit noch mein gesamter Jahresurlaub zur Verfügung stand. 😁

Also ging ich nach der Kur erstmal nur 3 Wochen arbeiten um dann 3 Wochen Urlaub zu nehmen.
Nach weiteren 3-4 Wochen konnte ich dann wieder 2 Wochen Urlaub machen.

Diese Zeit war für mich und nur für mich und perfekt um über einen jeweils relativ kurzen Zeitraum das "real life" zu üben und genug Zeit um Probleme zu korrigieren und mich wieder ganz auf mich und mein Programm zu konzentrieren.

Neben der Auswahl der richtigen Nahrungsmittel ist es jedoch extrem Wichtig wie viel man isst.
Deshalb ist ein ganz wesentlicher Aspekt ein penibel geführtes Ernährungstagebuch.
Das ist essentiell Wichtig, da nur so eine Kontrolle des eigenen Essverhaltens möglich ist.

Ich verwende zu diesem Zweck eine App auf dem Smartphone. FDDB ist meine erste Wahl, weil die Nahrungsmitteldatenbank sehr umfangreich ist und die Bedienung relativ schnell geht.

Natürlich ist es lästig, vor, bei, oder nach jeder Mahlzeit die Daten ins Handy zu hacken, aber man bekommt relativ schnell einen guten Überblick ob man im Bereich seines gesetzten Zeils liegt oder nicht. 
Man gewöhnt sich aber daran.

Praktisch bei FDDB ist, das ich mein Kalorienziel von 2200kcal als tägliches Ziel eingeben kann und mir die App jederzeit sagt wieviel ich schon gegessen habe und wieviel ich noch übrig habe für den Tag.
Da ich der App auch mitteilen kann welchen Sport ich wie lange gemacht habe. Und dort auch eingeben kann wieviele Kalorien ich "erarbeitet" habe, werden diese Kalorien dann auch in die Berechnung einbezogen. Das gibt einem auch ein wenig Flexibilität, wenn man z.B. eingeladen ist und auf der Feier auch ein paar Bierchen trinken will oder auch mal etwas mehr essen möchte.

Normalerweise jedoch achte ich darauf, das ich mit meinem Tagespensum klar komme und die durch Sport "erarbeiteten" Kalorien nicht in die tägliche Ernährung einbeziehe. Dadurch nehme ich schliesslich besser ab.

Aber und das ist mir Wichtig, ich will mir keine Lebensmittel komplett verbieten. Wenn ich wirklich Lust auf eine Pizza habe dann esse ich diese auch. Und wenn es denn mal Schokolade sein muss, dann eben auch das.
Nur halt nicht täglich und in einer vernünftigen Dosierung. Und wenn es nicht ins Kalorienziel passt, dann muss ich eben noch mal auf´s Fahrrad steigen, oder die Laufschuhe anziehen und mir die Kalorien verdienen.

Ist nicht immer Lustig, ist aber so. Das muss man akzeptieren und verinnerlichen, dann kommen auch keine Heisshunger Attacken auf.

Soweit erst mal zu den Basics:

Zusammenfassend habe ich zunächst einmal folgende Eckpunkte:

  1. tägliches Ernährungsziel - Maximal 2.200 kcal bzw. 22 Broteinheiten
  2. täglich geführtes Ernährungstagebuch
  3. mindestens 3 mal wöchtentlich Sport


Bis Bald
Andreas

Donnerstag, 2. Februar 2017

Die richtige Richtung

Hallo, 

da bin ich wieder. 
Meine Transformation vom unsportlichen, übergewichtigen Diabetiker zum Menschen mit neuer Lebensqualität und Inhalt hatte seinen Ursprung in einer Kur.

Diese Kur hatte mir mein Hausarzt bereits seit mehreren Jahren nahegelegt, nachdem auch er sah das meine ganzen Bemühungen die ich selber unternommen hatte nicht langfristig zu einer Änderung meiner Situation im Positiven Sinne führten.
Im Gegenteil, bei den Quartalsweisen DMP Untersuchungen wurden meine Hba1c Werte im Laufe der Zeit immer schlechter und mein Gewicht immer höher. Und so manches mal fragte er mich das ich denn mit meinem Diabetologen dagegen unternehmen würde. 
Tja, aber aus dieser Richtung kamen nur die Erhöhung der Insulindosierungen, das testen anderer Insulinarten und Spritzzyklen, sowie das ausschalten anderer Störfaktoren wie z.B. Schalfapnoe oder auch der Verzicht auf´s rauchen.

Selbstverständlich war immer auch das Thema Ernährung und Bewegung auf der Agenda. Aber bei beidem konnten meine beiden Ärzte mir ja nicht direkt helfen, weil das der Teil ist der nun mal vom Patienten kommen muss. Also war ich selber Schuld.

Und es hat im Prinzip viel zu lange gedauert bis ich das in den Kopf bekommen habe.

Anfang 2016 habe ich dann endlich meinen Arzt gebeten mir beim Kur Antrag zu helfen, was er auch gemacht hat. Der Antrag war so gut, das keine Ablehnung kam, auf die ich mich eigentlich schon eingestellt hatte.

Damit war dann endlich der erste Schritt in die richtige Richtung getan!

Was es mit der Kur auf sich hatte und wie es dann zu dem Berühmten KLICK im Kopf gekommen ist der mich bis heute antreibt weiter an mir zu arbeiten, könnt Ihr auf meiner Kur-Seite lesen.  

Montag, 30. Januar 2017

Einleitung und Vorstellung

Hallo, 

mein Name ist Andreas und ich bin seit 2001 Diabetiker Typ 2. Hauptursache dafür ist mein Gewicht, das zu Spitzenzeiten bis an die 170 Kg Marke ging.

In diesem Blog geht es um meinen Weg vom extrem Übergewichtigen
Eines der fürchterlichsten Bilder die je
von mir gemacht wurden
Diabetiker zu einem halbwegs Normalgewichtigen Menschen mit Lebensperspektive und nach Möglichkeit ohne Insulinpflichtige Therapie.


Ob ich das Endziel jemals erreichen werde ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht 100%ig klar, aber ich bin auf einen Guten Weg dorthin.

Gleich vorweg, ich habe nicht den Wunderweg gefunden bei dem alles von alleine passiert. Alles was nötig war und ist, ist Anstrengend und erfordert ein Umdenken in jeder Hinsicht. Also Sport, Ernährung, Disziplin, Willensstärke. 

Ich möchte aber auch darauf hinweisen, das mein Weg nicht der einzige Weg ist. Wie man im Rheinland sagt, Jeder Jeck is anders, so gilt das auch für die Möglichkeiten die man ergreifen kann um zum gleichen Ziel zu kommen wie ich.  
Meine Hoffnung ist, das ich mit meinem Blog evtl. den einen oder anderen Leidensgenossen motivieren kann ebenfalls sein Leben wieder Lebenswert zu machen. Gebt nicht auf. Ich habe es auch nicht getan. ;-)

Meine Vorgeschichte findet Ihr auf der Seite Meine Vorgeschichte


Andreas